Bibliothek am Guisanplatz

Katalog der Autographensammlung
"Dr. Georg Heberlein"

 

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Impressum Inhaltsverzeichnis Vorwort

Geleitwort zur 2. Auflage

Ronald Reagan, der den kalten Krieg beendet hat, Knox, der Fort Knox, und Leavenworth, der Fort Leavenworth den Namen gegeben hat, Wallenstein, mit dem sich Schiller verewigt hat, Maria Theresia, deren Kopf den Talern im Jemen noch heute den Kurs gibt, Washington, der erste amerikanische Präsident, und Einstein von der Relativitätstheorie, Armstrong, der den grossen Schritt für die Menschheit auf die Oberfläche des Mondes tat, Kennedy, der den Weg dorthin geöffnet hatte, Friedrich der Grosse, der alte Fritz, Napoleon, der grossartig und brutal die Zäsur vom 18. Jahrhundert zum 19. markiert, und Nelson, der ihm bei Trafalgar die Grenzen der Landmacht gezeigt hat, Maximilian, der letzte Ritter, der die Kunst seiner Familie, gut zu heiraten, durch die Ehe mit Maria von Burgund auf eine neue Stufe gehoben hat, und sein unglücklicher Schwiegervater Karl der Kühne: sie alle und ihresgleichen geben sich ihr Stelldichein in der Autographensammlung Dr. Georg Heberlein.

Mit seltenem historischem Verstand und gewaltiger Energie sammelte der Toggenburger Industrielle Belege der Weltgeschichte und schuf dadurch am Ende ein Kulturgut eigenen Werts. Dies erkannt zu haben ist das bleibende Verdienst der drei Töchter Dr. Georg Heberleins, Frau Brigitta Cappis, Frau Verena Hanck und Frau Annette Brauen. Sie haben die Sammlung in grossherziger Weise 1995 Herrn Bundespräsident Kaspar Villiger zuhanden der Eidg. Militärbibliothek und damit der Öffentlichkeit übergeben.

Ungehobene Schätze liegen noch viele in den Archiven des Planeten. Kulturgut sind auch Autographen erst, wenn sie erschlossen werden, wenn ein leichter Zugang zu ihnen geschaffen wird. Dies ist das Ziel der zweiten Auflage des vorliegenden Katalogs. Josef Inauen und seine junge Equipe, in der Scharfsinn und Schwung miteinander wetteifern, legen einen Führer zu wichtigen Quellenstücken und zugleich zu illustrierenden Dokumenten der Welt- und der Schweizer Geschichte auf den Tisch. Dass dies im Jahr 1999 geschehen kann, ist besonders sinnig: Vor 200 Jahren rangen in den Schweizer Alpen Suworow und Masséna und Erzherzog Karl für Österreich und Frankreich und Russland um den Besitz unseres zerrissenen Landes, in dem ein Direktor, La Harpe, einen anderen, Ochs, stürzte, ohne dass ihr politisches System dadurch an Glaubwürdigkeit verloren oder gewonnen hätte. Fast unnötig, hinzuzufügen, dass dramatis personae sich ausnahmslos in der Sammlung Dr. Georg Heberlein wiederfinden.

Jedes Kulturgut ist ein Gemeinwerk: Menschen schaffen es, Menschen erhalten es, Menschen lassen sich davon inspirieren, Menschen deuten es, Menschen tragen dazu bei, dass es den kommenden Generationen durch ein volleres Verständnis noch mehr sagen kann als der Gegenwart. Deshalb ergeht hiermit die Bitte an alle, die diese Zeilen lesen, Anregungen, die sie vielleicht haben, dem Forschungsdienst der Bibliothek am Guisanplatz, 3003 Bern, mitzuteilen.

So wird es gelingen, den Absichten des Sammlers und seiner drei hochherzigen Töchter gerecht zu werden. Dies aber ist für alle, die an diesem Werk arbeiten, gewiss der schönste Dank.

Andermatt, 24. September 1999

Jürg Stüssi-Lauterburg

 

Geleitwort zur 1. Auflage

Mit Karl dem Kühnen und George Washington hat man auch als Bundespräsident nicht jeden Tag zu tun. Um so mehr freue ich mich darüber, dass die grossartige Autographensammlung Dr. Georg Heberleins, in der sich diese und andere Berühmtheiten finden, hinfort an unserer Eidgenössischen Militärbibliothek der Forschung zur Verfügung steht.

Eine solche Sammlung aufbauen kann nur, wer tüchtig ist, wer es versteht, mit seinen Talenten umzugehen. Bürger, Offizier und Unternehmer im Dienste des politischen, militärischen und wirtschaftlichen Wohlergehens unserer Heimat - das war Georg Heberlein. Dass nun seine Erbinnen, in der besten Tradition des Mäzenatentums, grosszügig auf den Schatz verzichten, den ihnen ihr Vater hinterlassen hat, erfüllt mich mit besonderer Dankbarkeit.

Als Ausdruck dieses Gefühls und um den Zweck der Schenkung, die Erschliessung der Sammlung für die Wissenschaft zu fördern, habe ich veranlasst, dass eine erste Fassung des Katalogs auf den Zeitpunkt der Übergabefeier fertiggestellt wird. Möge dieser kleine Führer den interessierten Historikern und Medienschaffenden treffliche Dienste leisten!

Bern, 1. Mai 1995

Kaspar Villiger, Bundespräsident


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